Jungen Programmierern doch was zutrauen

Samstag, Februar 13, 2010

Wir hatten vor kurzem Besuch vom Radio. Wie aufregend! Hier der Kommentar zum Bericht.

Thomas Wiethoff von WDR 5, fragte bei modell4 zum Thema Co-Working im Rahmen einer Sendung zu neuen Arbeitsformen an. Als relativ junge Initiative haben wir uns natürlich darüber gefreut, Rückmeldung zu erhalten. Deshalb gingen wir auf Thomas bitte um Audience ein und standen seinen Fragen Rede und Antwort.

Was ist modell4? In welchen Verhältnissen Arbeitet ihr? Was ist eure arbeit? Kann das eigentlich jeder? Was kann man davon Leben? Das Interview verlief etwa über eine Stunde und off mic diskutierten wir noch etwas. Aber wo ist eigentlich das Co-Working abgeblieben? Das Endprodukt des Interview ist seit kurzem als Thema NRW Podcast auf WDR5 zu hören (Minute 20 Sekunde 30).

Leider wurde kein Wort zu modell4 gesendet. Dafür bedient sich Thomas journalistischer Freiheit, die sonst Künstlern vorbehalten ist.

Damit die Story schön klingt, werden aus Netzverwaltern digitale Boheme und aus uns ein “Arbeits Tandem”. Allesamt freiberuflich. Dabei dachte ich, dass zumindest geklärt war was ein digitaler Boheme ist. Immerhin hat unser Gast angeblich “dieses eine Buch” (“Wir nennen es Arbeit” von Lobo und Friebe) gekannt und als schwer lesbar befunden. Und bloß weil man Home Office macht, ist man kein Freiberufler. Zwischen Freiberufler und Kleinunternehmer sehen auch IHK und Staat auch nochmal unterschiede. Aber damit kann man Leben. Im Nachhinein amüsiert man sich und begreift schnell, dass Kritiker des journalistischen Nährwerts von Blogosphere und co. (was Mainstream Medien nun einmal sind) zu erst vor der eigenen Haustür kehren sollten.

Was mich persönlich wirklich stört ist Thomas Berichterstattung zu Jungen Programmierern: Vorbei sei die Zeit, in der man vor allem ganz jungen Programmierern etwas zutraute. Im direkten Anschluss wurden Christians Aussagen eingeschoben, die diese These zu stützen scheinen. Diese hätten sich im ursprünglichen Zusammenhang bestimmt heimischer gefühlt.

Eigentlich ging es darum, mit dem Dot-Com-Garagen Klischee aufzuräumen. Klar zu stellen, dass auch Design und Programmierung wie ein zu verstehen Handwerk sind. Wer würde sich schon das Haus von seinem Neffen decken lassen, bloss weil dieser auch schonmal ein Baumhaus gezimmert hat? Wohl eher, die wenigsten!

Ganz im Gegenteil bin ich sogar sehr davon überzeugt, dass gerade jungen Software Entwicklern eine Menge zu zutrauen ist. Alles andere würde uns auch sehr beschämen! Nach wie vor gibt es sehr viele talentierte Nachwuchs Administratoren und Entwickler. Abend für Abend und Nacht für Nacht sitzen sie vor den Geräten und gehen ihren Projekten nach. Es mag klar sein, dass ein 16 Jähriger weit weniger Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt als ein 26 Jähriger. Aber das Gegenteil kommt oft vor! Es mag auch klar sein, dass man für bestimmte Bereiche im Handwerk, besser den Gesellen oder Meister als den Praktikanten oder Lehrling zu Rate zieht. Selbst hier gibt es ausnahmen! Bloss mag anscheinend immer noch unklar sein, warum dem Nachwuchs doch wirklich eine Menge zu zutrauen ist.

Junge wie alte erfahrene Entwickler verbinden wichtige Dinge. Die Neugier nach der Lösung. Der Trieb, Dinge verstehen zu wollen. Dem Ganzen mit einer Art spielerischer Freude entgegen zu treten. Solange die nachwachsenden Generationen, sich diese Einstellung beibehalten, wird ihnen nach wie vor eine Menge zu zutrauen sein. Denn nicht zuletzt ist es, genau ihre unbändige Art, Dinge anders zu machen, die die Veränderungen einläutet. Wenn auch gleich diese Änderungen erst in späteren Jahren umgesetzt werden. Sie bleiben dabei. Zur Not auch auf sich allein gestellt. Mit dem gewissen Wadenbeißer Instinkt.

Der Status Quo

Donnerstag, Januar 14, 2010

Hallo Welt!

Wunderbar zu sehen, dass ihr auch gut in das Jahr 2010 gefunden habt und in keiner der zahlreichen Zeitspalten hängen geblieben seid. Es türmen sich hier und da Gerüchte wie ungespühltes Geschirr in einer 68er Kommune. Modell4 habe es vergagenem Jahrzehnt gleich getan sei und viel zu schnell vergangen.

Natürlich alles Blödsinn. Wie vermutlich die meisten von euch, haben auch wir die letzten vier Wochen für Familiäres, Freundeskreise und der Verplanung mehr oder weniger freier Zeit genutzt. Ich für meinen Teil bin mit einer Menge guter Vorsätze in das neue Jahr gegangen, habe mich grafischer Experimente gewidmet und werde in den kommenden Wochen wieder vermehrt von mir hören lassen.

Dabei fällt mir ein, dass die Jungs von cocoa-coding.de frisch zum neuen Jahr, ebenfalls ihre Website neu organisiert und grafisch aufpoliert haben. Riskiert doch mal einen Blick.

Bis die Tage: euer Dennis und modell4!

P.S.: Wir haben auch ein Logo

Freitag, Oktober 30, 2009

modell4 LogoIhr seid herzlich dazu eingeladen, über uns zu berichten und die frohe Kunde zu verbreiten. Wenn ihr möchtet, dürft ihr dazu auch folgendes Logo, in dieser oder beliebiger Größe verwenden.